H2 aus Abwasser plus Abwasser-Reinigung

H2 aus Abwasser plus Abwasser-Reinigung

Beschreiben Sie die zu lösende Herausforderung: Ich habe gelesen, dass eine Berliner Firma anbietet, Abwasser aus Biogasanlagen, Krankenhäusern, Industrie und Kläranlagen von normalerweise schwer zu beseitigenden Rückständen zu reinigen und dabei günstig H2 zu produzieren. Denn Medikamente, Chemikalien, organische Abfälle enthalten mehr H-Atome als reines Wasser. Derzeit arbeitet die Firma mit den Berliner Wasserwerken zusammen. Beschreiben Sie Ihren Lösungsansatz: Wenn die Technologie das leistet, was sie verspricht, würde ich mir wünschen, dass sie umfassend in den genannten Bereichen zur Anwendung gelangt. Eine genuin deutsche Technologie würde gefördert. Die Belastung von Gewässern durch Rückstände würde gemindert und ein wichtiger Energieträger umweltfreundlich gewonnen. In Kombination mit anderen Technologien könnte etwa aus Abgasen Synthesegas gewonnen werden oder aus Abgasen und Abwassern wichtige Bausteine für die chemische Industrie. Würden mehrere Verfahren dieser Art konkurrieren und die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen, so würde das den Standort Deutschland stärken, Arbeitsplätze schaffen und die Umweltbilanz verbessern.

Points

H2 (Wasserstoff) ist ein wichtiger Energieträger, dessen Verwendung umweltfreundlich und klimaneutral ist, wenn er mit Hilfe erneuerbarer Energien aus Wasser oder Abwasser hergestellt wird. Bei der Herstellung aus Wasser (H2O) braucht man hochreines, also vorgereinigtes Wasser, was die Energie-Bilanz verschlechtert. Wenn es dagegen möglich ist, aus Abwasser mit geringerem Aufwand H2 herzustellen, ist das ein großer Vorteil.

Derzeit gilt die Produktion von H2 aus Wasser als aufwendig und daher nicht sehr wirtschaftlich. Darunter leiden Betriebe mit hervorragenden, zukunftsträchtigen Produkten und Ideen. Denn mit nicht nachhaltigem H2 sind keine Kunden zu gewinnen. Gleichzeitig leiden unsere Gewässer an Rückständen, die in den Kläranlagen nicht oder nur schwer beseitigt werden können. Da wäre es geradezu genial effizient, die Kosten-günstige Reinigung mit der Herstellung von H2 als zu verbinden.

Abwasser hat in Deutschland auch nach gründlicher Behandlung in Kläranlagen noch Rückstände von Medikamenten und Chemikalien, die so in die Gewässer gelangen. Wenn eine neue Technologie ermöglicht, diese Reste kostengünstig zu entfernen und dabei H2 herzustellen, sollte sie gefördert werden.

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